Zum inzwischen bereits 20. Mal beteilige ich mich an der Berichterstattung des österreichweit aufgelegten Kino- und Lifestyle-Magazins. Ein Blick auf Ereignisse und Starts der kommenden Frühsommerwochen.
Ja, es sind in der Tat bereits zwei Jahre und 20 Ausgaben, die ich das „DOT.“-Magazin vom „PPH Media Verlag“ nun schon begleiten darf. In diesem Zeitraum habe ich insgesamt bereits 90 Artikel verfasst, darin enthalten sind bereits die sechs, die ich für das aktuelle Heft beigesteuert habe. Es ist, wie gewohnt, eine interessante und eklektische Mischung:

Die Legende des Schweizer Nationalhelden „Wilhelm Tell“ (Seite 41), basierend auf dem weltberühmten Theaterstück Friedrich Schillers, wurde unter der Regie des Nordiren Nick Hamm neu inszeniert. Neben Claes Bang („The Square“) in der Titelrolle spielen unter anderem auch Sir Ben Kingsley, Jonathan Pryce, Rafe Spall und Emily Beecham mit. Eine andere Legende wird demnächst ebenfalls auf der Kinoleinwand verewigt, nämlich einer der talentiertesten und begnadetsten Sänger des 20. Jahrhunderts: „Monsieur Aznavour“ (Seite 41) erzählt von der beispiellosen, rund 70jährigen Karriere des armenisch-stämmigen französischen Chansonnier Charles Aznavour, Aufstieg und private Kapriolen inklusive. Tahar Rahim („The Mauritanian“) porträtiert ihn.

Eine der aufsehenerregendsten Filmproduktionen der vergangenen Jahre ist seit vergangenem Wochenende nun tatsächlich im Kino zu sehen. Die Rede ist von „Rust – Legende des Westens“ (Seite 42), der Western, bei dessen Produktion im Oktober 2021 die Kamerafrau Halyna Hutchins durch eine echte Patrone in einem Prop-Revolver aus den Händen Alec Baldwins zu Tode kam. Diese Tragödie überschattet natürlich den Film. Hutchins zu Ehren wurde „Rust“ dennoch vollendet und veröffentlicht.
Es folgt ein weiterer gesellschaftlich brisanter Politthriller aus dem Iran, „The Witness“ (Seite 43), für den Regisseur Nader Saeivar gemeinsam mit dem international renommierten, aber im Iran strafrechtlich verfolgten Filmemacher Jafar Panahi („Taxi Teheran“) das Drehbuch schrieb. Dieser handelt von einer pensionierten Tanzlehrerin, die ein korruptes Regierungsmitglied bei einem kaltblütigen Mord beobachtet und gegen das Regime aufbegehrt.

Ungemein spannend und im wahrsten Sinne des Wortes atemberaubend ist der Überlebens-Thriller „Last Breath“ (Seite 45). Nach einer Dokumentation über eine reale, katastrophale Tauchermission vor der schottischen Küste im September 2012 drehte Regisseur Alex Parkinson nun mit Woody Harrelson, Simu Liu und Finn Cole in den Hauptrollen nun auch einen Spielfilm über eine verzweifelte Rettungsmission in den Tiefen des Ozeans. Und zu guter Letzt kommt von mir noch der Beitrag zu Mwita Mataros intime und selbstreflexive Dokumentation „Austroschwarz“ (Seite 67), in der sich der Salzburger Künstler mit seiner schwarzen Identität im gegenwärtigen Österreich auseinandersetzt.

Nun zu den großen Kinohighlights der neuen Ausgabe und kommenden Wochen: alles wartet gespannt auf die spektakuläre Rückkehr von Tom Cruise in seine Paraderolle als nicht müde werdender Superagent Ethan Hunt. „Mission: Impossible – The Final Reckoning“ (Seite 32) wird am 14. Mai im Rahmen des Filmfestivals in Cannes uraufgeführt und startet bereits am darauffolgenden Wochenende in den Kinos. Der Wettlauf gegen die KI „Entity“ wird entschieden. „DOT.“ hat Ko-Autor, Produzent und Regisseur Christopher McQuarrie dazu ausführlich interviewt.

Nachdem sich Keanu Reeves im vergangenen Jahrzehnt viermal durch die brutale Unterwelt geballert und geprügelt hat, um erst den Verlust seines Hundes zu rächen, und dann ein gewaltiges Kopfgeld auf sein eigenes Leben ausgesetzt zu bekommen, spielt er in diesem Abenteuer des „John Wick“-Franchise nur einen kleinen Gastauftritt. Die Bühne überlässt er dieses Mal nämlich einer nicht minder kampfstarken „Ballerina“ (Seite 38). Ana de Armas wird in Len Wisemans Action-Thriller zum beinharten Racheengel, den es sogar ins verschneite Hallstatt nach Österreich verschlägt.

Fans des Horrorgenres, und, spezifischer, von Zombiegeschichten, dürfen sich freudig den 19. Juni vormerken, denn dann kehren der Oscar-prämierte Regisseur Danny Boyle („Slumdog Millionaire“) und Drehbuchautor Alex Garland (gerade noch mit „Warfare“ im Kino) mit dem lange erwarteten dritten Teil ihres 2003er-Hits „28 Days Later“ zurück. Nach Juan Carlos Fresnadillos 2007er-Fortsetzung, die 28 Wochen nach einem verheerenden Virusausbruch spielt, folgt jetzt „28 Years Later“ (Seite 47). Und das ist erst der Auftakt zu einer neuen Trilogie, dessen Mittelstück unter der Regie von Nia DaCosta bereits abgedreht ist. Unter den Menschen, die wieder einmal um ihr Leben rennen müssen, befinden sich diesmal Jodie Comer, Aaron Taylor-Johnson, Ralph Fiennes und Jack O’Connell. Der Star des Originals, der inzwischen Oscar-gekrönte Cillian Murphy („Oppenheimer“), kehrt zwar nicht vor die Kamera zurück, ist aber als ausführender Produzent beteiligt.

Fans eines anderen langlebigen Horror-Franchises bekommen ebenfalls bald Nachschub. 14 Jahre nach dem bislang letzten Teil fordert der allgegenwärtige sinistre Tod seine Holschuld zum sechsten Mal ein: „Final Destination: Bloodlines“ (Seite 49). Es darf wieder äußerst kreativ und perfide gestorben werden. In einer seiner letzten Rollen ist die 2024 verstorbene Genre-Ikone Tony Todd zu sehen.

Zwei Starregisseure melden sich mit neuen Werken bei den heimischen Kinogängern zurück: Steven Soderbergh (Regie-Oscar für „Traffic“, 2000) lässt die beiden verheirateten Geheimagenten Cate Blanchett und Michael Fassbender im romantischen Thriller „Black Bag“ (Seite 50) aufeinander los. Nach seinem Wettbewerbseinsatz in Cannes Mitte Mai bringt Indie-Darling Wes Anderson gleich darauf seinen garantiert herrlich verschrobenen „Phoenician Scheme“ (Seite 56) auf die Leinwände, bei dem Benicio del Toro (ebenfalls für „Traffic“ ausgezeichnet) ein gewohnt handverlesenes Ensemble an exzentrischen und spielfreudigen Charakterköpfen anführt.

Im Legacy-Sequel „Karate Kid: Legends“ (Seite 58) treffen der Star der 80er-Filmreihe, Ralph Macchio als Daniel LaRusso, und Jackie Chan, der weise Kampfkunstlehrer Mr. Han des Remakes aus dem Jahr 2010, zusammen. Der neue Film folgt wiederum inhaltlich auf die Streaming-Serie „Cobra Kai“ (2018 – 2025). LaRusso und Han tun sich zusammen, um einen chinesischen Jungen in eine neue Art der Kampfkunst einzuweisen.

Für die gesamte Familie gibt es dann noch zwei Realverfilmungen moderner Animationshits zu entdecken. Ja, eine davon stammt wieder einmal aus dem Hause Disney. Diesmal haben sie nach 23 Jahren die in Hawaii spielende Freundschaft zwischen einem Alien und einem Waisenmädchen entstaubt: „Lilo & Stitch“ (Seite 60). Die Live-Action-Neuinszenierung von „How to Train Your Dragon“ (2010) (Seite 62) hat unterdessen der Regisseur des animierten Originals, Dean DeBlois, selbst übernommen, auch Gerard Butler darf seine Rolle des Häuptlings eines Wikingerstamms nun leibhaftig verkörpern. Wer es lieber etwas Origineller haben möchte, dem sei ein Abstecher zum neuen Pixar-Animationsfilm „Elio“ (Seite 64) ans Herz gelegt, ein Science-Fiction-Abenteuer, in dem ein kleiner Junge von Aliens irrtümlich als Anführer der irdischen Menschheit gehalten wird. Genug Stoff für den ein oder anderen Kinobesuch ist jedenfalls garantiert.
Das neue „DOT.“-Magazin ist ab Donnerstag, 08. Mai 2025, in allen Cineplexx- und Constantin-Film-Kinos, in allen Star Movie Kinos, in den Wiener Kinos Filmcasino & Filmhaus am Spittelberg, in den Stadtkinos Bludenz und Dornbirn, in allen McDonald´s Restaurants und im Wiener Donau Zentrum erhältlich. Digital nachlesen kann man es aber auch gleich hier: