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Das österreichische Filmmuseum wird in den kommenden Wochen zur Traumfabrik. Internationale Filme zum Thema „Traum vs. Realität“ stehen bei „Traummaschine Kino“ auf dem Programm und bieten dem Publikum eine faszinierende Reise in Welten jenseits ihrer Vorstellungskraft.

Ein Blick auf das derzeitige Programm des Wiener Filmmuseums lässt jeden Cineasten und die, die sich für solche halten, laut mit der Zunge schnalzen. Ja, „Traummaschine Kino“ hat ein Line-Up, das sich sehen lassen kann. Von teuren Hollywood-Blockbustern bis hin zu europäischen Arthouse-Produktionen und der ein oder anderen Genreperle ist hier wirklich alles vertreten, was man zumindest einmal gesehen haben muss, wenn man großer Kinofan ist. Beispiele gefällig? Da lasse ich mich nicht zweimal bitten:

© 2001 Arthaus, StudioCanal, Universal Pictures. Alle Rechte vorbehalten.

Gleich sechs Filme der im Januar verstorbenen Regielegende David Lynch stehen dabei auf dem Programm – das sollte wenig überraschen, gilt Lynch doch als Gallionsfigur des surrealistisch-albtraumhaften Erzählens. Es gibt ein Wiedersehen mit „Eraserhead“ (1977), „Blue Velvet“ (1986), „Wild at Heart“ (1990), dem „Twin Peaks“-Film (1992), „Mulholland Drive“ (2001) und seinem letzten Kinofilm „Inland Empire“ (2006). Übrigens hat das Wiener Gartenbaukino im Mai ebenfalls eine Werkschau zu Lynch programmiert, bei denen fünf seiner Werke mit Filmen, die diese inspiriert haben, zu einem Double Feature zusammengeführt werden (siehe unter https://www.gartenbaukino.at/programm/specials/davids-double-dreams/) Filmfestspiele für Fans der kürzlich verstorbenen Regie-Legende.

© 1939 MGM, Warner Bros. Home Entertainment. Alle Rechte vorbehalten.

Ein anderes filmisches Vorbild Lynchs ist wiederum bei „Traummaschine Kino“ dabei: die unvergessliche Märchenadaption „The Wizard of Oz“ (1939).Weitere Klassiker der Filmgeschichte, die im Filmmuseum gezeigt werden: unter anderem Buster Keatons Stummfilmkomödie „Sherlock Jr.“ (1924), Alfred Hitchcocks Mystery-Thriller „Spellbound“ (1945) sowie die beiden Disney-Animationsfilme „Fantasia“ (1940) und „Peter Pan“ (1953). Luis Buñuels und Salvador Dalís legendär-berüchtigter Kurzfilm „Un chien andalou (Ein andalusischer Hund)“ (1929) mit einigen besonders eindringlichen Szenen. Ebenfalls von Luis Buñuel: sein schwarzhumoriges Spätwerk „The Discreet Charm of the Bourgeoisie“ (1972), das die französische gehobene Gesellschaft aufs Korn nimmt. Andere europäische Schwergewichte im Programm sind Dänemarks Carl Theodor Dreyer mit dem Horrorfilm „Vampyr“ (1932), Schwedens Ingmar Bergman mit seinem Drama „Smultronstället (Wilde Erdbeeren)“ (1957) und Italiens Federico Fellini mit seiner autobiografischen Dramödie „8 ½“ (1963).  

© 1998 PolyGram Filmed Entertainment, Universal Pictures International. Alle Rechte vorbehalten.

Aus der jüngeren Filmgeschichte gibt es auch ein paar sehenswerte Beiträge: „Total Recall“ (1990) und „Terminator 2: Judgement Day“ (1991), jeweils mit Arnold Schwarzenegger am Höhepunkt seiner Karriere, ,Kathryn Bigelows Crime-Thriller „Blue Steel“ (1990), die kultigen 98er-Krimikomödien „Out of Sight“ und „The Big Lewbowski“, Takashi Miike schockierendes Horrordrama „Audition“ (1999), die bitterböse Yuppie-Satire „American Psycho“ (2000), Cameron Crowes verwirrendes Vexierspiel „Vanilla Sky“ (2001) mit Tom Cruise, die beiden amerikanischen Remakes des japanischen Horrorhits „Ring“ (2002, 2005), Hayao Miyazakis Anime-Meisterstück „Chihiros Reise ins Zauberland“ (2002) ,Guillermo del Toros Fantasy-Horror-Märchen „Pan’s Labyrinth“ (2006), Tim Burtons Neuverfilmung von „Alice in Wonderland“ (2010), David Cronenbergs Siegmund Freud-C.G. Jung-Drama „A Dangerous Method“ (2011) und, was mich ganz besonders freut, Brian De Palmas nahezu in Vergessenheit geratener Erotikthriller „Femme Fatale“ (2002).

Eine detaillierte Übersicht über das gesamte Programm samt Spielzeiten der kommenden Wochen gibt es unter folgendem Link: https://filmmuseum.at/kinoprogramm/mai_juni_2025

Schöne (Alb-)Träume im Kino sind garantiert. Viel Spaß.

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