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Eine den Umständen entsprechend besondere Ausgabe des „DOT.“-Magazins erscheint diese Woche in allen teilnehmenden Kinostandorten

Das Monat neigt sich dem Ende zu. Das heißt: Nachschub von der „DOT.“-Redaktion ist unterwegs. Rechtzeitig zu Ostern, also am Gründonnerstag, beginnt der PPH Media Verlag mit der Auslieferung der neuesten Ausgabe, der mittlerweile 103. Es ist dies die zehnte, für die ich Texte beisteuere, und zu diesem kleinen Jubiläum gesellt sich auch gleich eine Premiere: meine erste Coverstory!  

© 2024 Constantin Film Verleih, Gordon Timpen. Alle Rechte vorbehalten.

Aufs Cover geschafft hat es diesmal nämlich Jella Haase, die ihre Kultfigur Chantal Ackermann – nicht zu verwechseln mit der belgischen Kultregisseurin Chantal Akerman, deren „Jeanne Dielman“ (1975) von Kritikern in „Sight & Sound“ 2022 zum besten Film aller Zeiten gewählt wurde – für ein neues kalauerndes Abenteuer zurückbringt. „Chantal im Märchenland“ (Seite 28), ein Spin-Off der „Fack ju Göhte“-Filmreihe der 2010er Jahre, wird ein kruder, respektloser und prolliger Angriff auf die Lachmuskeln gewogener Kinozuschauer.

© 2024 Universal Pictures International. Alle Rechte vorbehalten.

Aber natürlich ist dies nicht mein einziger Beitrag zur neuen Ausgabe: gleich fünf weitere Filmstarts werden von mir kommentiert und angeteast. Da wäre etwa das brutale, handfeste Regiedebüt von Dev Patel, bekannt aus „Slumdog Millionaire“ und „Lion – Der lange Weg nach Hause“ (2016). Im stylischen Action-Thriller „Monkey Man“ (Seite 32) will er als geheimnisvoller Kid den Mord an seiner Mutter rächen und begibt sich dafür ins zwielichtige Milieu erbarmungsloser Untergrund-Fight Clubs.

© 2024 Universal Pictures International. Alle Rechte vorbehalten.

Nachdem Ryan Gosling („Barbie“) bei der vergangenen Oscar-Verleihung das Haus und das Internet mit seiner „I’m Just Ken“-Performance um den Verstand gebracht hat, macht er jetzt endlich wieder mit einer coolen, actionorientierten Rolle von sich reden. „The Fall Guy“ (Seite 33) ist die Verfilmung der 80er Jahre-Kultserie „Ein Colt für alle Fälle“. Gosling spielt Colt Seavers, ein in die Jahre gekommener Stuntman, der sich auf die Suche nach dem Star seines neuesten Blockbusters macht, weil sonst die Regisseurin des Films, seine Exfreundin Jody, gespielt von Emily Blunt („Oppenheimer“), um ihr langersehntes Debüt gebracht wird. Wer Gosling im genialen „Drive“ (2011) genossen hat, wird mit dieser Komödie sicher seine Freude haben.

© 2024 Panda Filmverleih. Alle Rechte vorbehalten.

Apropos Oscar-Verleihung: spät aber doch kommt Italiens nominierter Beitrag für den besten internationalen Film, Matteo Garrones erschütternde Flüchtlingsodyssee „Ich Capitano“ (Seite 36) in unsere Kinos. Darin fliehen zwei junge Senegalesen Richtung Mittelmeer, um alleine die beschwerliche Bootsreise nach Europa anzutreten – in eine ungewisse Zukunft.

© 2024 Luna Filmverleih. Alle Rechte vorbehalten.

Heiterer und beschwinglicher geht es hingegen in der neuesten französischen Komödie „Es sind die kleinen Dinge“ (Seite 44) zu: ein kleines, rund 400 Einwohner zählendes Dorf kämpft mit zunehmender Landflucht und droht bald auch die Schule zu verlieren. Bürgermeisterin, Lehrerin und Tausendsassa Alice (Julia Piaton) und ihr aufmüpfiger 65jähriger Schüler Émile (Michel Blanc), der auf seine alten Tage noch lesen und schreiben lernt, wollen dies verhindern.

© 2024 Filmladen. Alle Rechte vorbehalten.

Und wo wir schon bei Geschichten sind, die in Klassenräumen spielen: das lateinamerikanische Drama „Radical – Eine Klasse für sich“ wandelt auf den Spuren von „Dangerous Minds“ (1995) mit Michelle Pfeiffer und, im entferntesten Sinn, „Fack ju Göhte“ und stellt den couragierten und engagierten Lehrer Sergio (Eugenio Derbez) in den Mittelpunkt, der in einer der ärmsten Schulen in ganz Mexiko mit ungewöhnlichen und unkonventionellen Methoden seine Schüler inspiriert und versucht, sie aus ihrem gewalttätigen und kriminellen Umfeld herauszuholen. Widerstand aus den mexikanischen Bildungsbehörden drohen ihm aber einen Strich durch die Rechnung zu machen.

© 2024 A24, DCM, Constantin Film. Alle Rechte vorbehalten.

Weitere Highlights, die in den kommenden Wochen auf die hiesigen Kinoleinwände projiziert werden, sind: Alex Garlands erschreckend realistische und brandaktuelle Action-Dystopie „Civil War“ (Seite 34), in der sich die USA in einem erbitterten Sezessionskrieg befinden. Besonders hinsichtlich der richtungsweisenden Präsidentenwahl im November äußerst brisant. Kirsten Dunst und Wagner Moura geraten als Kriegsberichterstatter zwischen die Fronten.

Die beiden legendärsten Monster der Filmgeschichte, „King Kong“ und „Godzilla“, letzterer erst kürzlich zum ersten Mal in seiner 70jährigen Geschichte mit einem Oscar ausgezeichnet, tun sich in einem neuen Krawallfilm (Seite 42) zusammen, um gegen ein anderes Ungetüm anzutreten. Für Fans brachialer Zerstörungsorgien.

© 2023 Pandora Film, NEOPA, Fictive, Viennale. Alle Rechte vorbehalten.

Ein Geheimtipp zum Schluss: nach dem Kritikerliebling „Drive My Car“ nach einer Kurzgeschichte von Haruki Murakami, die er auf epische drei Stunden ausdehnte, erzählt Ryusuke Hamaguchi in „Evil Does Not Exist“ (Seite 44) von einer idyllischen, von atemberaubender japanischer Natur umgebenen Kommune, deren friedvolles Leben durch das Auftauchen eines Freizeitunternehmens, das seinen Kunden glamouröses Camping verspricht, gestört wird. Ein leises, meditatives und wunderschön fotografiertes Drama, in Venedig 2023 mit dem Großen Preis der Jury ausgezeichnet.

Das neue „DOT.“ im Printformat gibt es ab Donnerstag, 28. März 2024 an allen Cineplexx- und Constantin Film-Standorten, Star Kinos, ausgewählten Programmkinos und McDonald’s-Filialen in ganz Österreich sowie gleich hier:  

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