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Die Redaktion des „DOT.“-Magazins kehrt aus ihrer Sommerpause zurück und stellt der Leserschaft die Film-, Lifestyle- und Konzerthighlights der kommenden Septemberwochen vor.

© 2024 Constantin Film, Bleecker Street. Alle Rechte vorbehalten.

Und zum inzwischen auch schon 22. Mal beteilige ich mich mit ausgewählten Artikeln zu bevorstehenden Kinostarts. Dieses Mal sind es drei, und die Auswahl ist gewohnt eklektisch. Regisseur David Mackenzie brachte seinen nervenaufreibenden Thriller „The Negotiator“ (Seite 34) bereits im vergangenen Jahr auf dem „Toronto International Film Festival“ zu seiner Uraufführung. Nun, über ein Jahr später, steht der Film vor seinem Einsatz auf unseren Kinoleinwänden. Riz Ahmed spielt Ash, einen geheimnisvollen Mann, der Treffen zwischen Whistleblowern und kompromittierten Unternehmen einfädelt, selbst aber aus Paranoia im Schatten bleibt. Das alles ändert sich, als Sarah (Lily James) auf den Plan tritt. Inspiriert von klassischen Suspense-Meisterwerken aus den 1970ern wie Francis Ford Coppolas „The Conversation“ (1974), Sydney Pollacks „Three Days of the Condor“ (1975) oder Alan J. Pakulas „All the President’s Men“ (1976), verspricht dieser Film zwei atemlose Stunden Unterhaltung.

© 2025 Constantin Film, LionsGate. Alle Rechte vorbehalten.

Filme, in denen eine Gruppe Jugendlicher unter einem despotischen Regime dazu gezwungen wird, sich gegenseitig bis auf den Letzten zu vernichten, hat es in den vergangenen Jahren einige gegeben. Man denkt dabei zuerst natürlich an die überaus erfolgreiche „Hunger Games“-Filmreihe, deren drei Buchvorlagen zwischen 2012 und 2015 in vier Filme adaptiert wurden – der finale dritte Band wurde zweigeteilt. Regisseur Francis Lawrence inszenierte nicht nur die Teile Zwei bis Vier, sondern kehrte 2023 mit der Vorgeschichte „The Ballad of Songbirds and Snakes“ zum Franchise zurück und wird nächstes Jahr ein weiteres Prequel in die Kinos bringen. Wer, wenn nicht Lawrence ist dann der ideale Kandidat, um Stephen Kings dystopischen Horrorroman „The Long Walk“ (Seite 42) leinwandtauglich zu machen. Zu den totgeweihten Teenagern zählen diesmal unter anderem Cooper Hoffman, Sohn von Schauspiellegende Philip Seymour Hoffman, Charlie Plummer und Roman Griffin Davis.

© 2025 Tobis Film. Alle Rechte vorbehalten.

Biografien über inspirierende Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts gibt es wie Sand am Meer, eine weitere beschäftigt sich nun mit dem Lebenswerk der deutsch-peruanischen Archäologin Maria Reiche-Neumann. In den 1930er Jahren nach Peru ausgewandert, nahm sie später an der Untersuchung der Nazca-Linien teil und machte es sich zu ihrer Lebensaufgabe, diese Linien nicht nur zu studieren und zu kartografieren, sondern auch zu erhalten und vor Massentourismus zu schützen. Sie lebte dafür sogar in spartanischen Verhältnissen direkt neben dem Areal. „Maria Reiche“ (Seite 52) verewigt die vielfach gewürdigte Frau jetzt mit einem eigenen Spielfilm.

© 2025 Warner Bros. Pictures. Alle Rechte vorbehalten.

Was gibt es sonst noch in den kommenden Wochen in den Kinosälen zu entdecken? Am Cover steht diesmal Leonardo DiCaprio, der seiner ohnehin schon imposanten Filmografie ein weiteres spannendes Kapitel hinzufügt. Er hat sich nämlich mit Paul Thomas Anderson zusammengetan, knapp 30 Jahre nachdem er die Hauptrolle in dessen Kultfilm „Boogie Nights“ zugunsten von „Titanic“ an Mark Wahlberg abgegeben hatte. Im Action-Thriller „One Battle After Another“ (Seite 30), das lose den Roman „Vineland“ von Thomas Pynchon adaptiert, spielt DiCaprio Bob Ferguson, Mitglied einer Gruppe Revoluzzer, die nach Jahren wiedervereinigt wird, als seine Tochter von Colonel Lockjaw (Sean Penn) entführt wird. Wie schlägt sich Anderson mit seiner ersten Mainstream-Produktion mit einem großen Budget? Ende September finden wir’s heraus.

© 2025 Alamode Film. Alle Rechte vorbehalten.

Einer der besten Filme des Jahres kommt aus Brasilien: im Wettbewerb der Berlinale im Februar wurde Gabriel Mascaros Tragikomödie „O Último Azul (Das tiefste Blau)“ (Seite 55) völlig zu Recht mit dem Großen Preis der Jury ausgezeichnet – ich hätte ihm sogar den Goldenen Bären gegeben. Gerade 77 geworden, wird die resolute Tereza (eine grandiose Denise Weinberg) gezwungen, in eine Seniorenkolonie umzuziehen, da die Regierung es den jungen arbeitsfähigen Menschen nicht zumutet, sich auch noch um ihre alten, gebrechlichen Eltern zu sorgen. Tereza jedoch weigert sich, sie will ihr Leben noch in vollen Zügen genießen und sich einen langgehegten Traum erfüllen. Dieser führt sie tief in den Dschungel des Amazonas hinein, wo sie unter anderem die Bekanntschaft mit dem ausgebrannten Bootsmann Cadu (Rodrigo Santoro) macht. Wunderbar lakonisch und lange nachhallend.

© 2025 Filmladen, Golden Girls Filmproduktion. Alle Rechte vorbehalten.

Apropos Berlinale: Zwei österreichische Produktionen, die auf dem Festival im Februar in Nebenschienen uraufgeführt wurden, kommen nun in die heimischen Kinos. „How to be Normal and the Oddness of the Other World“ (Seite 44) von Florian Pochlatko dreht sich um die Mittzwanzigerin Pia (Luisa-Céline Gaffron), die aus einer Psychiatrie entlassen wird und in ihr Elternhaus zurückkehrt, um langsam wieder in ein normales, geregeltes Leben zu finden. Gelingt es ihr, sich wieder in die Gesellschaft zu integrieren? Der andere heimische Kinostart ist jener von Marie Luise Lehners „Wenn du Angst hast, nimmst du dein Herz in den Mund und lächelst“ (Seite 46). Ja, auch dies ist ein sperriger, langer Titel. Ein zwölfjähriges Mädchen lebt mit ihrer gehörlosen Mutter in ärmlichen Verhältnissen zusammen. Ihr Wechsel auf ein Gymnasium stellt das Duo vor große Herausforderungen und Probleme.

© 2025 Universal Pictures International, Focus Features. Alle Rechte vorbehalten.

Nach der preisgekrönten Serie und zwei Filmfortsetzungen heißt es jetzt im Kino Abschied nehmen von der illustren adligen Familie Crawley und ihren Hausangestellten. Der dritte Besuch in leinwandtauglicher Spielfilmlänge, „Downton Abbey: The Grand Finale“ (Seite 40), ist, no na, der letzte. Hugh Bonneville, Michelle Dockery, Jim Carter und Co. müssen im England der 1930er Jahre mit einem aufsehenerregenden Skandal fertigwerden, der den guten Ruf ihres noblen Schlosses bedroht. In Nebenrollen sind unter anderem Paul Giamatti und Alessandro Nivola dabei.

© 2025 Warner Bros. Pictures. Alle Rechte vorbehalten.

Für Horrorfans gibt es eine gute sowie eine schlechte Nachricht. Die gute: es gibt wieder Nachschub im „Conjuring“-Universum. Nun die schlechte: der kommende vierte Teil, „The Conjuring: Last Rites“ (Seite 62), ist der letzte. Vera Farmiga und Patrick Wilson legen sich als Ed und Lorraine Warren also noch ein allerletztes Mal mit übernatürlichen Dämonen an.

© 1963 Rialto Film. Alle Rechte vorbehalten.

Während gerade Michael Bully Herbig und Konsorten wieder allerlei Blödeleien im Wilden Westen veranstalten, kommt der Film, der „Das Kanu des Manitu“ maßgeblich inspiriert hat, nach 62 Jahren neu digitalisiert ins Kino zurück. „Winnetou – 1. Teil“ (Seite 67) nach dem Westernroman von Karl May unter der Regie von Harald Reinl folgt dem titelgebenden Apachen, gespielt von Pierre Brice, und seinem Blutsbruder Old Shatterhand (Lex Barker) auf ihr erstes gemeinsames Abenteuer gegen Mario Adorf, der am 8. September 2025 stattliche 95 Jahre alt wird.

Und ein kurzer Ausblick auf die kommende Viennale mit ersten Programmschwerpunkten findet sich auf Seite 69. Cineasten dürfen sich Ende Oktober auf neue Filme vom neuen Festivaldirektor Christian Petzold, Richard Linklater, Lynne Ramsay, Kelly Reichardt, Joachim Trier, Radu Jude, und Kristen Stewart freuen.

Das neue „DOT.“-Magazin ist ab Donnerstag, 04. September 2025, in allen Cineplexx- und Constantin-Film-Kinos, in allen Star Movie Kinos, in den Wiener Kinos Filmcasino & Filmhaus am Spittelberg, in den Stadtkinos Bludenz und Dornbirn, in allen McDonald´s Restaurants und im Wiener Donau Zentrum erhältlich. Digital nachlesen kann man es aber auch gleich hier:

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