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Wer in diesen kalten Tagen einen Abstecher ins nächstgelegene Kino unternehmen möchte oder gerne wissen will, was sonst so in Sachen Events auf dem Plan steht, dem sei das neue „DOT.“ ans Herz gelegt.

© 2025 Walt Disney Studios. Alle Rechte vorbehalten.

Auf dem Cover findet sich dieses Mal Anthony Mackie in patriotischer Rüstung und mit einem altbekannten Schild wieder, dass er gegen eine übergroße rote Faust hält. Das kann nur eins bedeuten: die Marvel Studios haben einen neuen Blockbuster produziert. „Captain America: Brave New World“ (Seite 32), der vierte „Captain America„-Film, hat inhaltlich nichts mit dem wegweisenden Roman Aldous Huxleys zu tun, sondern erzählt von dem Versuch Sam Wilsons (Mackie), in die großen Fußstapfen seines Freundes Steve Rogers (Chris Evans) zu treten, der in den wohlverdienten Ruhestand gegangen ist. Seine erste Feuerprobe erhält Wilson, als der frischgebackene US-Präsident – nein, nicht der orangehäutige – Thaddeus Ross (Harrison Ford übernimmt für den verstorbenen William Hurt) erst seinen Schnauzbart ablegt und sich später in den roten Hulk verwandelt. Nach 17 Jahren kehren Liv Tyler als Ross‘ Tochter Betty und Tim Blake Nelson als Samuel Sterns alias „The Leader“ zurück. Grund genug, sich vielleicht vorher noch einmal „The Incredible Hulk“ (2008) anzuschauen. Weitere Nebenrollen bekleiden Danny Ramirez und Giancarlo Esposito.

© 2024 Filmladen. Alle Rechte vorbehalten.

Mein erster Magazinbeitrag widmet sich einer tragischen Sportlerinnengeschichte. Die Sprinterin Samia Yusuf Omar aus Somalia ertrank 2012 bei dem Versuch, illegal nach Europa zu kommen, um dort für die Olympischen Sommerspiele in London zu trainieren. 2008 sorgte sie in Peking für internationale Schlagzeilen, als sie abgeschlagen am 200-Meter-Lauf teilnahm. „Samia“ (Seite 36) erzählt die kurze Lebensgeschichte eines jungen Mädchens, das sich allen Widerständen zum Trotz ihren Traum erfüllt und als Underdog die Sympathien auf ihrer Seite hat.

© 2025 Tobis. Alle Rechte vorbehalten.

Auf der kommenden Berlinale feiert das intensive Drama „Heldin“ (Seite 37) der Schweizer Filmemacherin Petra Volpe Weltpremiere im Rahmen einer „Special Gala“. Der Film folgt der engagierten Pflegerin Floria (Leonie Benesch) während einer intensiven Spätschicht in einem Schweizer Kantonkrankenhaus, die trotz personeller Knappheit, alles für ihre Patienten tut, aber an ihre Grenzen stößt und schließlich einen Fehler begeht. Ein wichtiges Statement zum Thema Pflegenotstand, der ab 27. Februar auch in Österreich im Kino anläuft. Empfehlung!

© 2024 A24, Focus Features, Universal Pictures. Alle Rechte vorbehalten.

Gerade erst mit drei Golden Globes, unter anderem als bestes Filmdrama ausgezeichnet und für satte zehn Oscars nominiert, ist es am 30. Januar endlich soweit und Brady Corbets kolossales Immigrantenepos „The Brutalist“ (Seite 40) mit Adrien Brody, Felicity Jones und Guy Pearce in bestechender Hochform kommt endlich in den regulären Kinobetrieb. Die fiktive Geschichte des ungarisch-jüdischen Architekten László Tóth (Brody), der dem Holocaust entflieht und sich in Amerika ein neues Leben aufbauen will, erstreckt sich über 30 Jahre und beansprucht mit 215 Minuten Laufzeit, eine 15minütige Pause ist im Film inkludiert, sehr viel Lebenszeit und Sitzfleisch. Ein filmisches Ereignis, das man sich dennoch nicht entgehen lassen sollte.

© 2025 Constantin Film, Tobis. Alle Rechte vorbehalten.

Nach epischen Filmen wie das Oscar-gekrönte Mittelalter-Epos „Braveheart“ (1995), die umstrittene Bibelverfilmung „The Passion of the Christ“ (2004), das im mexikanischen Mittelalter angesiedelte Survival-Drama „Apocalypto“ (2006) und zuletzt das gefeierte Kriegsdrama „Hacksaw Ridge“ (2016) kommt Mel Gibsons neueste Regiearbeit geradezu kammerspielartig daher. Ein Kronzeuge (Topher Grace), eine ihn eskortierende FBI-Agentin (Michelle Dockery), ein Pilot (Mark Wahlberg), der nicht der ist, für der er gehalten wird, und ein Flug durch die Wildnis: „Flight Risk“ (Seite 46) erzählt in ökonomischen 91 Minuten eine actiongeladene Geschichte. Flugangst sollte man jedenfalls keine haben.

© 2024 Panda Lichtspiele. Alle Rechte vorbehalten.

Mein zweiter Text für diese Ausgabe behandelt den politisch brisanten Thriller „Die Schattenjäger“ (Seite 47). Erst vor wenigen Wochen nahm der blutige Bürgerkrieg in Syrien mit dem Sturz Assads sein vorläufiges Ende. Dokumentarfilmer Jonathan Millet erzählt in seinem Spielfilmdebüt von einem jungen Mann, der in einem Kommilitonen an einer Pariser Universität seinen einstigen Peiniger zu erkennen glaubt, und sich für seine Rachsucht auf ein schwieriges Terrain begibt. Spannend wie ein Spionagefilm.

© 2024 MUBI, Netflix. Alle Rechte vorbehalten.

Lange war es ruhig geworden um Angelina Jolie. Nun ja, wenn man von ihrem turbulenten Privatleben absieht. Aber vor der Kamera hat sich die wandelbare Oscar-Preisträgerin („Girl, Interrupted“ [1999]) zuletzt nur noch sehr selten gezeigt. Nun aber meldet sie sich mit ihrer besten Rolle seit langer Zeit wieder zurück. In „Maria“ (Seite 48) spielt und singt sie als legendäre Operndiva Maria Callas in ihren letzten Tagen. Pablo Larraín, der bereits Jackie Kennedy (2016, gespielt von Natalie Portman) und Lady Diana Spencer (2021, gespielt von Kristen Stewart) ergreifend Tribut gezollt hat, schafft auch der stimmgewaltigen Callas ein filmisches Denkmal. Kameramann Ed Lachman ist für den Oscar nominiert.

© 2024 A24, Man Up Film, Niko Tavernise. Alle Rechte vorbehalten.

Eine andere Leinwanddiva, die mit einer mutigen Rolle aufzeigt, ist Nicole Kidman. In Halina Reijns Erotikthriller „Babygirl“ (Seite 50) spielt sie den einflussreichen CEO eines Unternehmens, die privat sexuell frustriert ist. Das ändert sich, als sie sich eines Tages auf eine intensive Affäre mit einem jungen Praktikanten (Harris Dickinson) einlässt, die ihre Ehe und ihre Karriere gefährdet. Für Kidman zahlte sich das Risiko jedenfalls aus, sie erhielt den Darstellerpreis beim Filmfestival Venedig und eine Golden-Globe-Nominierung.

© 2025 Constantin Film, Sony Pictures, StudioCanal. Alle Rechte vorbehalten.

Für die ganze Familie gibt es natürlich auch Filme im Kino zu entdecken: der liebenswerte Bär Paddington, der Generationen von Fans mit seinen Büchern aus der Feder des Autors Michael Bond begeistert hat und bereits zwei überaus erfolgreiche Kino-Abenteuer hinter sich gebracht hat, kehrt nun mit einem dritten Spielfilm zurück, und begibt sich dafür auf Reisen: „Paddington in Peru“ (Seite 60). Statt Paul King gibt in diesem Teil Dougal Wilson die Regieanweisungen, Ben Whishaw ist aber nach wie vor die Originalstimme des Bären. Begleitet wird Paddington diesmal von Olivia Colman, Emily Mortimer und Antonio Banderas.

© 2024 Polyfilm. Alle Rechte vorbehalten.

Und schließlich noch mein dritter und letzter Beitrag für die spätwinterliche „DOT.“-Ausgabe: der von Kritikern und Publikum gleichermaßen gefeierte lettische Animationsfilm „Flow – Wie die Katze ihre Angst vor dem Wasser verlor“ (Seite 62), der jüngst sowohl als bester Animationsfilm wie auch als bester internationaler Film für den Oscar nominiert wurde. Golden Globe und Europäischer Filmpreis hat Gints Zilbalodis für das außergewöhnliche Werk, das gänzlich auf einer frei zugänglichen Open-Source-Software animiert wurde, bereits gewonnen. Eine außergewöhnliche tierische Odyssee ohne Dialoge.

Das neue „DOT.“ im Printformat gibt es ab Donnerstag, 30. Januar 2025, in allen Cineplexx- und Constantin Film-Standorten, Star Kinos, ausgewählten Programmkinos und McDonald’s-Filialen in ganz Österreich sowie hier: 

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