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Ein filmanalytisches Videoessay, das nicht nur die beiden Antagonisten in „Heat“ und „Collateral“ einander gegenüberstellt

Michael Mann, der zuletzt mit seinem mitreißenden Biopic „Ferrari“ (2023) eine gelungene Rückkehr auf die Kinoleinwände feiern durfte, blickt auf eine nunmehr über 40 Jahre währende Filmkarriere zurück.

Erstmals auf sich aufmerksam machte Mann 1981 mit dem atmosphärischen und stilvollen Heist-Actioner „Thief“, in dem James Caan als Safeknacker brilliert, der sein kriminelles Leben hinter sich lassen will und in eine Spirale der Gewalt gerät. Der Film, wiewohl kein großer Erfolg bei Kritikern und Publikum zum Zeitpunkt seiner Veröffentlichung, genießt heute Kultstatus. Das lässt sich auch zu einigen seiner nachfolgenden Werke anmerken: „Manhunter“ (1986), die erste Verfilmung von Thomas Harris‘ Hannibal Lecter-Romanen, damals mit Brian Cox („Succession“) in der diabolischen Schurkenrolle. „The Last of the Mohicans“ (1992), eine spannende und gefühlvolle Adaption des gleichnamigen historischen Abenteuer-Romans von James Fenimore Cooper mit einem gewohnt großartigen Daniel Day-Lewis als Adoptivsohn eines Stammes amerikanischer Ureinwohner, der sich in eine Offizierstochter (Madeleine Stowe) verliebt. „The Insider“ (1999), ein packender Politthriller, in dem ein investigativer Journalist (Al Pacino) mithilfe eines Informanten (Russell Crowe) gegen die Tabakindustrie ins Feld zieht – für seine Regieleistung sowie für das Drehbuch und als Produzent für den „Besten Film“ erhielt Mann drei Oscar-Nominierungen. „Ali“ (2001), die epische Biographie eines epischen, unvergesslichen Sportlers und Aktivisten. „Miami Vice“ (2006), die Leinwandadaption jener kultigen 80er-Jahre-Fernsehserie, an deren Erfolg er selbst als Ausführender Produzent maßgeblich beteiligt war. Und dann wäre da noch „Public Enemies“ (2009), ein weiteres stilvolles und elegant inszeniertes Krimidrama, in dem Johnny Depp als Gentleman-Gangster John Dillinger vom FBI in Person des unerbittlichen Melvin Purvis (Christian Bale) gejagt wird.

© 2020 Eros Hoagland. Alle Rechte vorbehalten.

Aber die Filme, für die Michael Mann zweifellos noch über Generationen hinweg am meisten in Erinnerung bleiben wird, sind zwei actiongeladene Crime-Thriller, die beide in der Westküstenmetropole Los Angeles angesiedelt sind. Aber nicht nur das: „Heat“ (1995) - ein Remake von Manns Made-for-TV-Thriller „L.A. Takedown“ (1989) – mit Robert De Niro als coolem Karrieregangster Neal beginnt in genau jenem Bahnhof, an dem „Collateral“ (2004) endet – und endet wiederum an genau jenem Flughafen, LAX, an dem Auftragskiller Vincents (Tom Cruise) schicksalhafter Arbeitstag in „Collateral“ seinen Anfang nimmt. Parallelen, die man zwischen den beiden Filmen sonst noch ziehen kann, gibt es durchaus noch einige. Und was haben sowohl Robert De Niros Neal McCauley als auch Tom Cruises Vincent eigentlich mit Westernhelden gemeinsam?

Ich könnte dies jetzt in einem ausschweifenden Text lang und breit darlegen, stattdessen wähle ich aber eine weitaus spannendere und audiovisuell eindrücklichere Variante. Nämlich in einem Videoessay, das bereits einmal im Rahmen einer intimen, kleinen universitären Werkschau im Wiener Metro Kinokulturhaus auf der großen Leinwand gezeigt wurde – „Die Einsamkeit der Gangster in Michael Manns Stadt der Engel“ entstand Anfang 2019 im Rahmen einer Lehrveranstaltung am Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft der Universität Wien, geleitet von meinem guten Freund und Mentor, Claus Tieber.

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